Richard Dawkins Feldzug gegen den Theismus

Eigentlich hätte Richard Dawkins nie Bücher über Religion und Glauben verfassen müssen. Der Brite ist ein anerkannter Biologe und lehrte lange an der renommierten Universität von Oxford. Zugleich war es ihm aber auch immer ein Anliegen, vor den Gefahren des religiösen Extremismus zu warnen. Sich selbst bezeichnet er als Atheisten, wobei er die Existenz eines Gottes auch nicht zu 100 Prozent ausschließt. Vielmehr wehrt sich Dawkins gegen die die Freiheit einschränkenden Regeln verschiedener Religionen.

Wer ist Richard Dawkins?

Geboren wurde Richard Dawkins in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Schon seit seiner Jugendzeit entwickelte der Brite ein großes Interesse an naturwissenschaftlichen Themen. In seinen Büchern beschreibt er, wie er sich in den Kleingarten seiner Eltern setzte und einfach nur die Schönheit der Natur beobachtete. Nicht viel später setzte er dann zu ersten eigenen Forschungen an. Ihn begeisterten die Evolution und Vielseitigkeit unterschiedlicher Lebensformen. Schnell stellte er fest, dass die Geschichten der Bibel und anderer heiliger Bücher nicht mit einem naturwissenschaftlichen Weltbild in Einklang zu bringen sind. Er fing an, seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen und ist heute ein gern gesehener Gast in Funk und Fernsehen.

Zwischen Naturwissenschaft und Nichtglauben

Hauptmotivation für Dawkins populärwissenschaftliche Schriften ist sicherlich seine Begeisterung für die Naturwissenschaften. Andererseits geht es ihm natürlich auch darum, seiner religionskritischen Perspektive eine Öffentlichkeit zu verschaffen. Sich selbst bezeichnet Dawkins nicht als hundertprozentigen Atheisten, hält das Gotteskonzept aber für sehr altbacken. Noch stärker lehnt er die Vorgaben für das Privatleben ab, die die meisten Religionen ihren Gläubigen auferlegen. Die bekannteste Veröffentlichung von Richard Dawkins trägt den vielsagenden Namen Der Gotteswahn. Darin finden sich Argumente gegen die Existenz eines Gottes und für die Wichtigkeit von naturwissenschaftlicher Bildung.

Warum Dawkins das Konzept eines Gottes ablehnt

Für Dawkins gibt es auf der Welt viel zu viel Unrecht, Mord und Totschlag, als dass sich dieses Faktum mit einem liebenden, gerechten Gott in Einklang bringen ließe. Auch naturwissenschaftliche Gesetze würden einem über allem wachenden Gott widersprechen. Argumenten, er könne die Existenz von Gott nie widerlegen, begegnet Dawkins gerne mit dem Beispiel einer Teetasse, die im Weltall herumschwebt. Wer kann schon sicher sein, dass es sie nicht gibt?

Veröffentlichungen des Evolutionsbiologen

Bevor zuletzt eine Biographie mit Einblicken in das Leben des Biologen veröffentlicht wurde, schrieb Dawkins zahlreiche Bücher selbst. Darunter Das egoistische Gen, Die Schöpfungslüge und Der Gotteswahn. Alle hängen auf die eine oder andere Weise mit seinen Forschungen und der Evolution von Mensch und Tierwelt zusammen. Bekannt wurde Dawkins durch das Werk Der blinde Uhrmacher.

Kritische Stimmen

Die Ablehnung des Theismus hat Richard Dawkins nicht nur Freunde gebracht. Vielmehr wurde der Wissenschaftler dafür auch schon stark angefeindet. Es gibt noch immer einen kleinen Teil von Forschern, die ihren persönlichen Glauben nicht im Widerspruch zur Wissenschaft sehen.

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