Die unsichtbare Kunst: Wie literarische Übersetzung Wirklichkeiten formt

Frau betrachtet ein aufgeschlagenes handschriftliches Manuskript am Schreibtisch

Das unsichtbare Band zwischen Sprachen und Seelen Die Vorstellung, ein literarisches Werk lasse sich vollständig und unverändert von einer Sprache in eine andere übertragen, ist eine verführerische Illusion. Am gedruckten Buch erscheint der Name der Übersetzerin oder des Übersetzers häufig klein, manchmal nur im Impressum. Dadurch entsteht der Eindruck, zwischen Original und deutscher Ausgabe liege eine transparente Scheibe. Tatsächlich ist jede Übersetzung eine gestaltete sprachliche Wirklichkeit. Sie entscheidet darüber, wie eine Figur klingt, ob ein Witz trägt, wie eine Landschaft wirkt und welche gesellschaftlichen Beziehungen zwischen den Sprechenden sichtbar werden. Wer sich mit literarischem Übersetzen beschäftigt, erkennt daher rasch, dass …

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Die Renaissance des Buchclubs: Gemeinschaftliches Lesen im digitalen Zeitalter

Buchclubs scheinen in unserer schnelllebigen, digitalen Welt ein Relikt vergangener Zeiten zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall: Sie erleben eine Renaissance. Sie sind Ausdruck eines menschlichen Bedürfnisses nach Gemeinschaft, intellektuellem Austausch und der Freude am Lesen. Die Digitalisierung bietet Buchclubs dabei neue Möglichkeiten und erweitert ihre Reichweite. Buchclubs im Wandel der Zeit Von der analogen zur digitalen Welt Traditionell trafen sich Buchclubs in Wohnzimmern, bei Freunden, Nachbarn oder Kollegen. Der persönliche Austausch stand im Mittelpunkt. Die Covid-19-Pandemie beschleunigte jedoch den Wandel, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete (SZ). Kontaktbeschränkungen machten persönliche Treffen schwierig, und Literaturliebhaber suchten nach Alternativen. Die …

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